Grundlehrgang für fachtechnisches Aufsichtspersonal in der Kampf-mittelbeseitigung

 

 

Ausbildungsziel:

Mit der erfolgreichen Teilnahme am Grundlehrgang „Fachtechnisches Aufsichtspersonal in der Kampfmittelbeseitigung“ wird die Fachkunde für folgende Tätigkeiten erlangt:

Aufsuchen, Freilegen, Bergen, Aufbewahren, Verbringen sowie innerhalb der Betriebsstätte Transport, Überlassen und Empfangnahme der Fundmunition.

Die in diesen Lehrgangszielen genannten Fertigkeiten und Kenntnisse werden so vermittelt, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit befähigt werden, die auch das selbständige Planen, Durchführen einschließlich die Leitung mit Aufsichtsführung einer Betriebsstätte (Räumstelle) einschließt.

Der/Die Lehrgangsteilnehmer/-in erhält nach bestandener Ausbildung ein Zeugnis gem. § 36 (5) 1. SprengV für die im ersten Absatz genannten Tätigkeiten zur Vorlage bei der zuständigen Behörde.

Der Lehrgang vermittelt ausdrücklich keine Fachkunde für das Bearbeiten/Unschädlichmachen/Entschärfen und Vernichten von Munition, Wiedergewinnen explosionsgefährlicher Stoffe, Durchführung von Sprengarbeiten sowie die Verwendung von pyrotechnischen Sätzen oder Gegenständen.

1.Zulassungsvoraussetzungen

  1. Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen

                        a. Lebensalter über 21 Jahre

                        b. Erforderliche Zuverlässigkeit und die persönliche Eignung sind nach §§ 8a und 8b SprengG zu prüfen = Unbedenklichkeitsbescheinigung nach §34 (2)  der 1. SprengV.

  1. Besondere Zulassungsvoraussetzungen
  1. Abgeschlossene technische Berufsausbildung (der Abschluss muss im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen mindestens dem Niveau 4 zugeordnet sein) und Nachweis von mindestens 2 Jahren praktischer Tätigkeit in einem gewerblichen Unternehmen der Kampfmittelräumung oder bei einem staatlichen Kampfmittelräumdienst. Diese Tätigkeiten müssen das Aufsuchen, Freilegen oder Bergen von Fundmunition unter Aufsicht verantwortlicher Personen beinhalten.


oder

  1. Abgeschlossene technische oder naturwissenschaftliche Hochschul- oder Fachhochschul­ausbildung (der Abschluss muss im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen mindestens dem Niveau 6 zugeordnet sein) und Nachweis von mindestens 1 Jahr praktischer Tätigkeit in einem gewerblichen Unternehmen der Kampfmittelräumung oder bei einem staatlichen Kampfmittelräumdienst. Diese Tätigkeiten müssen das Aufsuchen, Freilegen oder Bergen von Fundmunition unter Aufsicht verantwortlicher Personen beinhalten.

oder

  1. Nachweise über eine Ausbildung bei der Bundeswehr als „Fachkundiger Munition“ im Aufgabengebiet Kampfmittelabwehr der Bundeswehr und eine mindestens 6 Monate praktische Tätigkeit in einem gewerblichen Unternehmen der Kampfmittelräumung oder bei einem staatlichen Kampfmittelräumdienst. Diese Tätigkeiten müssen das Aufsuchen, Freilegen oder Bergen von Fundmunition unter Aufsicht verantwortlicher Personen beinhalten.

oder

  1. Nachweis von mindestens 4 Jahren praktischer Tätigkeit als Beschäftigter i. S. d. § 2 Abs. 2 Nrn. 1-3 ArbSchG in einem gewerblichen Unternehmen oder bei einem staatlichen Kampfmittelräumdienst. Diese Tätigkeiten müssen das Aufsuchen, Freilegen oder Bergen von Fundmunition unter Aufsicht verantwortlicher Personen beinhalten.

            Hinweise:

  1. Der Nachweis über eine praktische Tätigkeit nach Buchstaben a., b. und d. ist unter Verwendung des Musters des Anhangs zu erbringen. Der Nachweis ist jeweils durch den Inhaber der Erlaubnis nach § 7 SprengG oder den Leiter des staatlichen Kampfmittelräumdienstes auszustellen.
  1. Der Nachweis gemäß Buchstaben c. über eine Ausbildung bei der Bundeswehr ist durch einen Ausbildungsnachweis der zuständigen Stelle der Bundeswehr zu erbringen. Dieser Nachweis der Fachkunde gem. §9 (1) Nr. 1 SprengG soll Ausbildungsgebiete und Befähigungen enthalten. Handelt es sich um einen Nachweis einer gültigen Fachkunde (vor Ablauf von 5 Jahren), ist der Nachweis des letzten Wiederholungslehrgangs beizufügen. Interessenten mit einem Nachweis einer gültigen Fachkunde wird empfohlen sich frühzeitig mit EMC in Verbindung zu treten.
  1. Aufgrund der Grundsätze für die Anerkennung und Durchführung von Lehrgängen nach dem Sprengstoffgesetz (Veröffentlichung im Bundesanzeiger16.April 2018) erfüllen Lehrgangsteilnehmer mit oben genannten Ausbildungsvoraussetzungen auch die Zulassungsvoraussetzung der 1. SprengV § 35, (3a). Die bisherige Ausbildung und Verwendung in der Kampfmittelbeseitigung wird somit einem in der 1. SprengV genannten Grundlehrgang behördlich gleichgesetzt.

Termine 2019:

- 04.02.2019 – 05.04.2019

- 30.09.2019 – 04.12.2019

Dauer:

9 Wochen

Kosten:

7.630 € zzgl. der gesetzlichen MwSt

Inkl. Lehrmaterial, Mittagessen, Vormittag und Nachmittag Snacks, Kalt- und Warmgetränke.

Örtlichkeit:
Schulungszentrum EMC EOD Training

Pfarrer-Grzondziel-Straße 6 und 4

85465 Langenpreising

Für den Grundlehrgang ist es zwingend notwendig, dass uns vor Lehrgangsbeginn eine  Unbedenklichkeitsbescheinigung der 1. SprengV vorliegt.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitungszeiten der Behörden, wegen der umfangreichen Prüfungen, erfahrungsgemäß 6 – 10 Wochen umfassen.

 

Sonstige Informationen:

Download Anmeldeformular

Download Antrag auf eine Unbedenklichkeitsbescheinigung